Yes, we care !

Heute ist Maike von Wegen mal wieder wütend. Richtig schön wütend!
Als ich mit diesem Blog begann, setzte ich alle öffentlichen Verbände für Alleinerziehende, die ich im Internet finden konnte, darüber in Kenntnis. Ich schrieb sehr freundliche und individuelle Anschreiben an die jeweiligen Vereine und Internetangebote. Es ist nicht das erste mal, dass ich Öffentlichkeitsarbeit betreibe. Wenn es irgendetwas gibt, was ich richtig gut kann, dann ist es in Briefen und mails den richtigen Ton zu treffen. Das ist eines meiner größten Talente. Ich habe noch nie erlebt, dass irgendjemand nicht geantwortet hätte.
HALT – ich korrigiere mich, George W. Bush hat mir seinerzeit tatsächlich nicht geantwortet, aber DEM habe ich das nachgesehen.Ich glaube, der hatte damals alle Hände voll zu tun. Oder er war betrunken. Wie auch immer!

Ich habe also die einzelnen Verbände, Vereine und Internetportale angeschrieben und Ihnen das Projekt vorgestellt. Ich teilte mit, dass ich sie verlinkt hätte und bat um Kooperation. Selbstverständlich vergaß ich auch nicht zu erwähnen, dass ich ihren link selbstverständlich sofort von meiner Seite entferne, wenn sie damit nicht einverstanden seien. Ich hatte gehofft, man könne gemeinsame Aktionen planen, um die Alleinerzieher zu vertreten und zu unterstützen und für heute hatte ich eigentlich geplant, Euch diese Vereine ans Herz zu legen. Und nun ratet mal!

Ganz recht.  Ich habe ganz genau null Antworten auf diese Emails erhalten. Es gibt nicht viele solcher Angebote und die wenigen, die es gibt, schweigen. Sind das die Stimmen, die uns verteidigen? Ist das der Support, den wir brauchen? Soll ich Euch diese Vereine nun wirklich ans Herz legen? Ich bin verstört. Und ich sage Euch, was ich denke:

Ich denke, wir sind eine riesige Ansammlung von Menschen mit wenig Zeit und Kraft, unsere eigenen wichtigen Interessen zu vertreten. Und die Menschen, die uns helfen sollen, schaffen es nicht einmal mit einem einfachen, aber höflichen: “Nein, danke!” zu antworten? Dass ich den link wieder entfernen soll, hat selbstverständlich niemand der angeschriebenen Personen verlangt …Ich mag keine Einbahnstraßen. Nur, wenn ich Fahrrad fahre. In der Kommunikation akzeptiere ich sie nicht. Was soll ich Euch jetzt sagen. Und was vorallem kann ich Euch ans Herz legen?

Nun, mich. Ich lege Euch mich selbst ans Herz. Ich werde weiterhin alle Eure mails beantworten. Wenigstens die wichtigsten. Und wenn die nicht wollen, dann machen wir das eben selbst. Demonstrationen und Aktionen planen können wir genau so. Und dank facebook und co. können wir auch viele Menschen erreichen. Ich nutze meine Wut als Motor. Und ihr könntet den Kraftstoff spenden! Indem ihr zum Beispiel einfach mal die Seite empfiehlt. Und indem Ihr sofort zur digitalen Feder greift, sobald ihr eine Idee habt, was man alles tun könnte. Ich öffne meine Ohren und diese Pumpe in meiner Brust.

YES, WE CARE

Obama von Wegen

Obama von Wegen

 

 

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Author: Sarah Wiedenhöft

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