Trotz Teilzeit in Geldnot

Frühstücksfernsehen2

Fazit des kurzen Beitrages: Der Staat lässt Alleinerziehende finanziell im Regen stehen.

Mona Ferlemann ist alleinerziehende Mutter der sechsjährigen Jade. Sie arbeitet in Teilzeit. Der Vater des Kindes hat beide schon kurz nach der Geburt verlassen. Da er auch keinen Unterhalt zahlt, bezieht sie Unterhaltsvorschuss, doch dieser läuft in Kürze aus.

Der Beitrag liefert eine Art Schlaglicht auf die schwierige finanzielle Situation, in der sich gerade viele Alleinerziehende befinden, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil seiner Pflicht nicht nachkommt. Der Unterhaltsvorschuss, den auch Mona Ferlemann für ihre Tochter beantragt hat, wird längstens für 72 Monate und höchstens bis zum zwölften Lebensjahr ausgezahlt und beträgt nur zwei drittel des Geldes, dass der Vater des Mädchens zahlen müsste.  Extras wie Urlaub, auswärts Essen gehen, eine Zeitung oder ein Eis sind spätestens dann, wenn diese Unterstützung wegfällt, nicht mehr drin. Als Referenz wird unterstützend ein Statement von Nicola Berghoff vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter eingeblendet. Sie unterstützt klar die Position von Mona Ferlemann: Die zahlungspflichtigen Elternteile werden nicht genug angehalten, Unterhalt zu zahlen und die betreuenden Elternteile mit der Vollstreckung von Unterhaltstiteln oft allein gelassen.

Trotz seiner Kürze bringt der Beitrag ein wichtiges Problem auf den Punkt, ohne dabei die alleinerziehende Mutter als hilflos oder faul darzustellen: Die finanzielle Unterstützung ist mehr als ausbaufähig. Mona Ferlemann wird vielmehr als ein Mensch gezeigt, der “jeden Tag für den großen Traum, einen gemeinsamen Urlaub mit der Tochter, arbeitet.” Und auch Jade wird positiv als fröhliches Kind beschrieben, was gern schaukelt. Die am Ende des Beitrages genannte Zahl von 100 000 Alleinerziehenden, die Monas Sorgen teilen, ließe sich aber  um das Zwanzigfache nach oben korrigieren.

 

Den Beitrag alleinerziehende Mutter trotz Teilzeit in Geldnot aus dem Sat1 Frühstücksfernsehen vom 21. September 2014 findet ihr hier.

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Author: Sarah Wiedenhöft

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