Sind wir nicht alle ein bisschen Prostituierte?

Für den European habe ich mir noch einmal Gedanken über Prostitution nachgedacht. Ja, in meiner Version einer gerechten Gesellschaft kommt Prostitution gar nicht vor. Aber Minijobs und prekäre Beschäftigungen, Armut und Chancengleichheit komme in meinen Visionen auch nicht vor. Ein verschobener Blick auf die Prostitution.

Die Debatte um Prostitution erinnert mich an einen alten Witz. Kommt ein Mann zum Arzt, zeigt auf seine Milz und sagt: „Herr Doktor! Wenn ich hier drücke, tut es weh.“ Anschließend zeigt er auf seine Schulter: „Wenn ich hier drücke, tut es weh.“ Er fährt fort und weist nun auf sein Knie. „Hier ebenso.“ Er verfährt weiter so und deutet auf diverse Stellen seines Körpers, bis der Arzt ihn unterbricht und diagnostiziert: „Herr Patient, Sie haben einen gebrochenen Zeigefinger.“

Wenn wir auf die Prostitution zeigen, tut das weh, denken wir über die enorme Armut in Europa nach, schmerzt es mindestens ebenso, blicken wir auf die NSA-Affäre krümmen wir uns vor Unbehagen. Was hier so wehtut sind aber keine Krankheiten, sondern die verschiedenen Symptome einer einzigen Krankheit. Wir kränkeln an der Ungleichheit.

Prostitution ist eine Folge der Ungleichheit …

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Author: Sarah Wiedenhöft

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