Sehr geehrte Frau Merkel, liebe MitstreiterInnen

Liebe Mitmenschen,

 

wer mutterseelenalleinerziehend bei facebook folgt, der weiß, dass ich in der letzten Zeit einige Petitionen eingereicht habe. Darunter eine, das Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend möge aufgelöst und in seine vier Teilbereiche gegliedert werden. Diese Petition ist nun abgelehnt worden, da nur die Bundeskanzlerin alleine über derlei Fragen entscheiden darf. Darum habe ich einen Brief aufgesetzt, um die Kanzlerin auf diesen Vorschlag aufmerksam zu machen und sie zu bitten, auf diesen Anliegen zu reagieren. Und nun brauche ich Euch! Bitte teilt und unterschreibt kräftig die Unterschriftenliste, die ich auf openPetition eingerichtet habe. Ich danke für Eure Mithilfe. Den Text findet Ihr hier drunter und, wenn Ihr auf den link klickt.

Freundliche Grüße,
Maike von Wegen

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Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

ich schreibe Ihnen heute, weil Sie die einzige sind, die uns helfen kann und weil ich große Hoffnung hege, dass Sie meinen Vorschlag unterstützen. Es geht um das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ich habe eine Petition eingereicht, die vier Zuständigkeitsbereiche aufzulösen und in je eigene Verantwortungsbereiche zu gliedern. Die Begründungen dafür finden Sie weiter unten. Nun bin ich von einem Mitarbeiter des Petitionsausschusses darauf aufmerksam gemacht worden, dass Sie, Frau Merkel, die einzige sind, die eine solche Entscheidung treffen darf. Und darum bitte ich Sie: Lösen Sie das Ministerium bitte auf. Auf Ihre Reaktion sind wir alle sehr gespannt,

Die Frauen von Muttersellenalleinerziehend.de,
federführend Maike von Wegen

Begründungen:

1. Zu umfangreich

Jeder, der vier Bereiche steht zur Zeit im Fokus der Politik. Stichworte sind: Die Überalterung unserer Gesellschaft, Seniorenpflege, die Geburtenrate, das Betreuungsgeld und Kita- bzw. Krippenausbau, durch Armut bedrohte Familien, Rückführung Alleinerziehender in den Arbeitsalltag, Gleichstellung der Frau, Kinderarmut, etc. Das Ministerium befasst sich gleichzeitig mit viel zu vielen Sozialproblemen. Ein einzelnes Amt kann diese Arbeit nicht gewährleisten und wir können dies ja nur zu gut sehen: Die aktuelle Ministerin Schröder wird nicht einmal dem großen Teilbereich der Familienpolitik gerecht. Sie steht enorm in der Kritik sämtlicher Erziehungsexperten und der Medien. Es ist ihr nicht einmal möglich, diesen Teilbereich befriedigend zu bearbeiten. Und wir glauben auch nicht daran, dass diese Fülle an Aufgaben überhaupt zu bewältigen ist.

 2. Die Deutungshoheit

Viele Wissenschaftler pochen darauf, dass nicht etwa die Geburtenrate (die seit den 60ern konstant bei etwa 1,4 liegt) unser demografisches Problem verursacht, sondern die immer schneller steigende Lebenserwartung. Dass Frau Schröder als einzige Ministerin für beide Bereiche (Senioren/Familien) zuständig ist, macht die Entscheidungsfindung darüber hinaus intransparent. Sie kann somit Studien in Auftrag geben, die die Geburtenrate immer wieder problematisieren, während ihr nicht etwa ein eigenes Seniorenamt widersprechen könnte. Hier vermischen sich zu viele Verantwortungsbereiche über die kein Dialog stattfinden kann, da es nur eine einzige Hoheit über all diese Themen gibt.

IMG_1822 3. Sexismus

Wir Frauen fühlen uns durch die jetzige Struktur diskriminiert und auf angeblich „weibliche Themenbereiche verwiesen. Die Frauenbewegung kämpft nun schon seit über 50 Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir wollen nicht in einen Topf geworfen werden mit der Pflege der Alten und der Familien. Wir empfinden diese Kategorisierung als sexistisch. Wir Frauen wollen nicht, dass unsere Interessen so schon von vorne herein auf dem Schwerpunkt der Familienpflege gelegt werden. “Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (Ludwig Wittgenstein)

 

Liebe Frauen, Jugendliche, Senioren, Familien, Männer und Kinder,

bitte unterstützt uns in unserem Ansinnen, das Bundesamt für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufzulösen und in eigene Verantwortungsbereiche zu gliedern. Wir fühlen uns durch die Bezeichnung diskriminiert und auf angeblich “weibliche” Themenbereiche verwiesen. Die Frauenbewegung kämpft nun schon seit über 50 Jahren für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir wollen nicht in einen Topf geworfen werden mit der Pflege der Alten und der Familien. Wir empfinden diese Kategorisierung als sexistisch.

Außerdem sind wir überzeugt, dass zu viele der Verantwortungsbereiche einer einzigen Ministerin zur Zeit im sozialpolitischen Fokus liegen. Ein einziges Ministerium und eine Ministerin können dieser Verantwortung allein nicht gerecht werden.

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Author: Sarah Wiedenhöft

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4 Comments

  1. Hallo, geht’s noch? Die Frauen haben wenigstens ein Ministerium! Was ist mit den Männern zwischen 18 und Rente. Die fallen hinten runter! Was ist nun sexistischer?

    Tse, tse, tse, man kann es Euch einfach nicht recht machen!

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    • Lieber Martin,

      danke der Nachfrage. Es geht noch. Wer dieses “Wir” ist, dem man es nicht Recht machen kann, wird aus Deinem Kommentar leider nicht ersichtlich. Überhaupt wird mir aus Deinem Kommentar gerade nicht viel ersichtlich. Was möchtest Du jetzt von mir? Dass ich für Dich ein Ministerium einrichte? Ich bin nicht die Kanzlerin und insofern fühle ich mich in solchen Fragen nicht angesprochen. Falls Dir trotzdem etwas einfällt, wie ich Dir weiterhelfen könnte, ich bin offen für alle Fragen und Ideen.

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      • Liebe Maike,

        ich kann kein “Wir” entdecken.
        Außerdem denke ich, dass Du mich ganz genau verstanden hast! Was ich von Dir erwarte? Etwas mehr Zufriedenheit mit dem was bislang schon erreicht wurde. Das genannte Ministerium unterstützt mich z.B. nur, weil ich zufällig Vater bin. Für “Männerkram” als solches gibt es kein Ministerium.

        Viele Grüße
        Martin

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        • Man kann es UNS nicht Recht machen, sagst Du und ich frage wer diese “Uns” sind. Dafür muss ich aus meiner Perspektive die erste Person Plural verwenden. Deine Erwartungshaltung mir gegenüber ergibt für mich erst überhaupt gar keinen Sinn, weil Du mir gegenüber gar keinen Anspruch auf eine Erwartungshaltung hast.

          Nein, ich bin sicher nicht zufrieden mit der Arbeit des BMFSFJ und wiederhole: Wenn Du ein Männerministerium möchtest, musst Du dieses Anliegen mit der Kanzlerin besprechen und nicht mit mir. Insofern kann ich mit Deiner Kritik leider immer noch nichts anfangen.

          Während ich mir die Abschaffung eines solchen “Weiberkram”-ministeriums wünsche, willst Du noch eines für Männer erschaffen. Meine Arbeit richtet sich an Menschen. Nicht an Männer oder Frauen. Wenn Du anderes im Sinn hast, wie gesagt: Bitteschön, schreib der Kanzlerin, mobiliesier Menschen, mach irgendwas.

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