Bleibtreu kämpft für Burgerrechte

Moritz Bleibtreu ist ein Cheesburger und hofft, dass wir ihn nicht aufessen. Aber nicht, weil er sich um sein Leben sorgt, sondern eher um unsere Integrität. Das finde ich nett. Aber auch ein wenig ungeschickt. Vor allem aber im höchsten Maße unappetitlich.

perfectcheeseburger

Dass er für McDonalds wirbt, hat dem Schauspieler eine Menge Kritik eingebracht. Doch verstehen kann er das nicht und darum erklärt er sich nun seinen Fans durch die knallharte Aufklärungszeitschrift “GALA”. Der Bleibtreu bleibt sich eben treu. Wählen war er noch nie in seinem Leben, verrät er der Gala, Charitys sind nicht sein Ding und politisch will er sowieso nicht sein. Denn er hat etwas viel wichtigeres zu tun.

Ich bewerbe ein Produkt, das ich selbst konsumiere. Ich esse gern mal einen Cheeseburger, und das Geld, das ich mit Werbung verdiene, bietet mir die Möglichkeit, nur solche Filme zu machen, die ich wirklich machen will, ohne dass Geld da eine Rolle spielt. Man verdient als Schauspieler in Deutschland nämlich viel weniger, als die meisten denken. Gerade wenn man sich für unkonventionelles Kino interessiert. Zudem glaube ich, dass es überall, wo viel Geld verdient wird, auch Schattenseiten gibt.

Also wie jetzt?! Schauspieler verdienen zwar kein Geld, aber gleichzeitig gibt es eben Schattenseiten, wo Menschen viel Geld verdienen? Was denn nun? Es stimmt. Schauspieler haben es nicht eben leicht über die Runden zu kommen. Weil das so schwierig ist, engagiert sich der BFFS , der Verband deutscher Film- und Fernsehschauspieler, seit 2006 für bessere Arbeitsbdeingungen von Schauspielern. Dabei sind zum Beispiel namhafte Schauspieler wie Antoine Monot Jr. oder Heinrich Schafmeister. Nicht dabei sind reiche Männer wie Till Schweiger oder Moritz Bleibtreu.

Moritz Bleibtreu macht also Filme, die nicht so beliebt sind, meint er. Also, so Filme wie Lola rennt zum Beispiel. Der brachte in den USA gerade mal läppische 7,3 Mio Us-Dollar ein. Und in Deutschland haben ihn gerade mal 2,2 Mio Zuschauer im Kino gesehen. Das ist natürlich Independentkino. Arthaus fast schon. Sein aktueller Film ist eine sogenannte “Verwechslungskomödie” und Filme dieses Genres, ist uns bekannt, waren ja schon immer sehr anspruchsvoll …


“Sugi Sugi Boing Boing” (anspruchsvoller Kinotrailer)

Herr Bleibtreu braucht also dringend Geld. Wir sollten ihn einordnen in die Klasse der Geringverdiener, findet er wohl. Oder findet er nicht, weil naja, die Schattenseiten bei vielem Geld, kennt er dann schon. Die gibt es, aber das ist alles nicht politisch, sondern einfach nur persönlich.

In Frankreich habe der 42-Jährige sogar einmal ein Jahr bei der Fastfood-Kette gearbeitet, sagte er. “Jetzt bekomme ich ein bisschen mehr Geld als damals”, sagt der Schauspieler und ergänzt: “Ich hoffe nur, dass die Leute, die sich über meine Werbung aufregen, da nicht essen gehen.” (dpa)

Also ist er doch engagiert. Er hofft, dass wir nicht bei McDonalds essen. Zum Beispiel, weil in den Burgern Abfall ist, wie der weltberühmte Koch Jamie Oliver uns lehrt. (siehe Video).

oder weil bei McDonalds die Arbeitsbedingungen so “toll” sind (siehe Video)

http://youtu.be/GCfupftpHJQ

Herr Bleibtreu wird alt. Und er braucht so langsam ein neues Image, um weiterhin so reich zu bleiben. Nun bekommt er also ein paar Ecken und Kanten verpasst. Vom Saubermann, den die Deutschen einfach liebhaben können zum reichen Badguy, der in anspruchsvollen Verwechslungskomödien mitspielt. Dann gehen wir eben in andere Kinofilme und anschließend essen wir eben nicht bei McDings. Unser Geld braucht er ja gar nicht mehr. Darum wirbt er doch für die Burger! Herr Bleibtreu engagiert sich nicht?! Paperlapapp! Er macht sich stark für Burgerrechte.

Flattr this!

Author: Sarah Wiedenhöft

Share This Post On

2 Comments

    • Ein Vorbild zu sein sucht man sich nicht aus. Das Fazit gefällt mir. Danke.

      Post a Reply

Submit a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*