Bähtreuungsgeld – Sie nennen es Wahlfreiheit

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nee, danke. Wirklich nicht!

Ganz kurz nachdem die Regierung im November das BÄHtreuungsgeld beschlossen hatte, hat das Emnidinstitut eine Befragung an 1000 erwachsenen Deutschen durchgeführt und dabei herausgestellt, dass 76% (!!!) der Befragten, das Bähtreuungsgeld ablehnen würden. Dass es in diesem Land zu dieser Frage eine absolute Mehrheit gibt, das kann man auch ganz einfach spüren. Die Medien sowie Erziehungsexperten zerreissen Familienministerin Schröder und all ihre familienfeindlichen Ideen. Das Bähtreuungsgeld, da muss man nicht lange nachforschen, ist äusserst unbeliebt. Abgesehen von den vier Prozent CSU in unserem Land, versteht sich. Die finden diese Leistung gut, aber ja das sind genau 45 Sitze im Parlament. Und wie schon Napoleon sagte: “Man muss nicht groß sein, um groß zu sein!” Also beisst die CSU sich eben erfolgreich durch und nun hat sich die CSU noch etwas sehr kreatives ausgedacht, genau genommen “Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will offensiv bei Bayerns Familien für das neue Betreuungsgeld werben” ist in der SZ zu lesen.

Aber wozu werben, wenn man auch einfach manipulieren kann? Christine Haderthauer will bereits ausgefüllte Anträge an alle in Bayern schicken, die Elterngeld beziehen. So werden es wenigstens schon einmal alle beantragen, die zuvor der Meinung waren, dass sie für 100 Euro mehr im Monat sich keiner bürokratischen Prozedur unterziehen wollen. Mal ehrlich, wenn mir einer einen Brief schickt, den ich nur unterschreiben und zurückschicken muss, um 100 Euro pro Monat mehr zu haben …

Als Alleinerziehende Mutter am Rande eines Nervenzusammenbruchs würde ich sofort unterschreiben, aber ist es dann immer noch richtig, von einer Wahl”freiheit” zu sprechen? Der Schritt zum totalitären Staat ist nicht mehr weit. Noch muss ich selbst unterschreiben, aber wer weiß, vielleicht ist das in Zukunft gar nicht mehr nötig, wenn vier Prozent des Landes eine Leistung erfinden. Wenn ich den ganzen Prozess über die Einführung des Bähtreuungsgeldes ansehe, erinnert mich das jedenfalls schon sehr stark an Bevormundung.

Vier Prozent denken sich was aus, der Rest sagt “Nein”. Da sagen die vier Prozent: “Gut, dann machen wir bei der Abschaffung von Praxisgebühr aber nicht mit!” Warum? Weil das vernünftig ist? Weil das logisch ist? Nein, weil wir die Macht haben! “Wieso wedelt der Hund mit dem Schwanz?” „Weil er schlauer ist, sonst würde der Schwanz mit dem Hund wedeln.“ (aus wag the dog) Also setzen sich diese 45 Menschen durch gegen den Rest der Welt mit ihrer unvernünftigen Idee, die keiner haben will. Experten schlagen die Hände über den Köpfen zusammen, die Presse muckt auf, der Wahlkampf beginnt und die Opposition droht mit Klagen. Die Lände klagen gegen den Bund, der wiederum sagt, die Kommunen hätten sich um das Problem schon selbst zu kümmern …

Es ist eine einzige Farce. Und nun bekommen einige von uns also auch noch bereits ausgefüllte Anträge zugeschickt. Das, was CDU und CSU unter Freiheit verstehen, riecht für mich doch sehr nach ihrem Gegenteil. Ich bitte jeden, der einen solchen vorgeschriebenen Antrag erhält, ihn statt an die Regierung zurück, doch bitte an mich zu schicken. Ich würde gerne darüber berichten.

vonwegen(at)mutterseelenalleinerziehend.de

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Author: Sarah Wiedenhöft

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